Haut
an Haut
Sanft
gebettet, Haut an Haut,
Lieb und zärtlich, still, vertraut,
Körper liegen eng umschlungen,
Herzen aus dem Takt gesprungen.
Salzig, perlend,
fällt der Schweiß,
Leises Atmen, rhythmisch, heiß,
Sinne schweben traumverloren,
Süßes Prickeln, neu geboren.
Hitzig, wallend,
strömt das Blut,
Seelenbrand entfacht die Glut,
Haut an Haut, im Liebesreigen,
Feuchte Lippen, lautes Schweigen.
Freier Fall
vom höchsten Turm,
Losgelöst verweht im Sturm,
Lust, die sich nicht selbst belogen,
Schamesröte, treu, betrogen.
©
12.10.2007 gerryG
Chili
Sex
ist
in der Liebe,
wie Chili
in einer scharfen Sauce.
Sie
würde
auch OHNE munden,
aber MIT
ist sie
ein kulinarischer
Hochgenuss!
©
04,05.2005 gerryG

Feucht
Ein heißer,
schwüler Sommertag,
zwei, vor Erregung bebende Körper,
eng verschlungen,
zärtliche Lippen,
tauschen
salzig schmeckende Küsse aus,
knisterndes Verlangen
nach dem
Gipfelkreuz der Liebe.
Die sinkende
Abendsonne,
wirft ihr feurig rotes Licht,
fast schamhaft,
in den verlassenen Raum.
Zurück
blieb nur
ein leeres Bett
mit verschwitzten Laken,
feuchte Zeugen
einer Ekstase.
©
04.07.2006 gerryG
Ich häng’
an ihm…
Ich häng’
daran, bin nicht zu trennen,
mein schönster Stolz ist zu erkennen,
ich liebe es, mein bestes Stück,
für mich ist es mein größtes Glück.
Ich hab’
sehr oft damit gespielt,
war manchmal sanft und manchmal wild,
hab’ oft damit auch spielen lassen,
heut’ könnte ich mich dafür hassen.
Hab’s
oft verschenkt, fiel mir nie schwer,
heut’ zeig ich es mit Freude her,
will stets dafür mein Bestes geben,
ich häng’ an ihm, an meinem Leben!
©
20.01.2005 gerryG

Der Akt
Welch
Schönheit, welche Harmonie,
die pure Weiblichkeit,
im Gleichklang mit Melancholie,
von jedem Makel längst befreit.
So unschuldig,
so frisch und rein,
und dennoch stimulierend,
auch so kann die Erotik sein,
und nicht diskriminierend.
Ein nackter
Körper einer Frau,
so schön wie Gott ihm schuf,
der Maler traf den Stil genau,
die Kunst ist sein Beruf.
Und würde
jeder Mann sie seh’n,
so wie’s der Künstler tat,
dann könnte jede Frau versteh’n,
dass „Mann“ auch Freude hat.
Und die
Moral von dem Gedicht,
ist wirklich leicht erklärt,
sieht „Mann“ den Wert der Frau noch nicht,
dann ist er sie nicht wert.
©
06.06.2004 gerryG
Lavastrom
Du bist
wie mein Lavastrom,
ich bin Dein Vulkan,
meine Sinne brennen schon,
fahren Achterbahn.
Ich fühl’
in Dir das zarte Beben,
den Lebenssaft, so heiß,
gemeinsam dieses Ziel erstreben,
so salzig perlt Schweiß.
Der sanfte
Druck von Deinen Lippen,
verschmolzen fest mit mir,
der Gleichklang, dieses stete Wippen,
ich verliere mich in Dir.
Mit Harmonie
den Punkt erreichen,
der für uns Erfüllung ist,
dies’ Gefühl, nicht zu vergleichen,
wenn sich der Lavastrom ergießt.
Gemeinsam
dann in Sphären schweben,
die Sinne liegen brach,
sich einfach völlig hinzugeben,
bis zu dem Spiel danach.
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09.08.2004 gerryG
„Hundetrümmerl“
Herr
Egon ging vom „Kneipenzimmerl“,
betrunken lallend raus,
dort stieg er auf ein „Hundetrümmerl“,
und rutschte darauf aus.
Vor ihm da lief
ein kleiner Dackel,
den konnte er noch sehn,
Verflixt, muss der denn, wenn ich wackel,
am Gehsteig „Gassi“ geh’n.
Kann der nicht
auch zu Hause gehen,
gleich auf dem Katzenklo,
das kann Herr Egon nicht verstehen,
der da nun saß am Po.
Dabei hat Egon
längst vergessen,
wenn er mal dringend muss,
oft ist er auch im Strauch gesessen,
und tat es mit Genuss.
©
15.09.2006 gerryG
Der Pickel
Leicht beschwipst
steht die Frau Simmerl,
Vor dem Spiegel und drückt Wimmerl,
Neben ihr steht voll und fein,
Ein Glas dunkelroter Wein.
Mit den Nägeln,
voll Entzücken,
Führt sie fort, das „Wimmerldrücken“,
Dieser ungebet’ne Gast,
Ins Gesicht so gar nicht passt.
Simmerl sieht
schon leicht verschwommen,
Von dem guten Saft benommen,
Wie der Pickel unbeirrt,
Rot und immer größer wird.
Voller Zorn,
ich will’s berichten,
Will den Pickel sie vernichten,
Neben ihr steht nun, na was,
Ein geleertes Rotweinglas.
Plötzlich
schreit sie voller Schmerzen,
Eitelkeit ist nicht zum Scherzen,
Denn sie hatte wie verrückt,
Ihre Nase platt gedrückt.
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18.09.2007 gerryG
Pillen, nichts
als Pillen
Es lebe der
Gesundheitswahn,
Er steckt so manchem spürbar an,
Man glaubt daran mit festem Willen,
Schluckt schon für alles „Wunderpillen“.
Die rote Pille
tut sehr gut,
Sie stärkt die Nerven und macht Mut,
Als Beispiel gibt es den Herrn Müller,
Der hält sie schlichtweg für den Knüller.
Die grüne
Pille, die gibt Kraft,
Damit man leicht sein Tagwerk schafft,
Doch Müller traut sich nichts zu sagen,
Denn diese liegt auch schwer im Magen.
Dafür gibt
es die Pille Weiß,
Für sie zahlt Müller jeden Preis,
Mit Wasser ist sie einzunehmen,
Die Pille wird den Magen zähmen.
Doch Nebenwirkung
gibt es auch,
Sie macht dich müde nach Gebrauch,
Jetzt muss man gelbe Pillen schlucken,
Die führen nur zu Augenzucken.
Nun müssen
Vitamine ran,
Am Beipackzettel sieht man dann,
Das Nervenzucken wird vergehen,
Dafür kann man viel schlechter sehen.
Auch hier hat
Müller einen Rat,
Wie gut ist’s, wenn man Brillen hat,
Durch die kann man mit Freude blicken,
Sieht nun die Blauen mit Entzücken.
Denn Sex ist,
oder stimmt es nicht,
Für viele Menschen einfach Pflicht,
Befreie dich von deinen Zwängen,
Die „Blauen“ lassen dich nie „hängen“.
Doch Vorsicht,
denn nicht ohne Grund,
Sind diese Pillen ungesund,
Weil sie, man wird es sehr bald spüren,
Sehr rasch zu hohem Blutdruck führen.
Herr Müller,
der hat nun genug,
Die Pillen sind doch nur Betrug,
Am Besten wär’ s, sie wegzuwerfen,
Versucht nun seinen Sinn zu schärfen.
Doch süchtig
und schon nervenkrank,
Bewegt er sich zu seinem Schrank,
Was macht er dort, um Gottes Willen,
Er holt sich seine roten Pillen.
Herr Müller
schluckt sie, das tut gut,
Hat wieder Kraft und sehr viel Mut,
Er nimmt sie alle, wie von Sinnen,
Konnt’ seiner Sucht nicht mehr entrinnen.
Die Pillenschachteln,
die sind leer,
Herr Müller braucht sie auch nicht mehr,
Gesundheit wollte er erstreben,
Doch dieser Wahn nahm ihm sein Leben.
©
19.10.2007 gerryG
Charly, der
Bücherwurm
Charly ist ein
Bücherwurm,
Er lebt in einem alten Turm,
Wo sich ein großer Buchberg türmt,
Was unsren Charly echt erzürnt.
Einerseits wird
er stets satt,
Weil er genug zu fressen hat,
Doch anderseits denkt er daran,
Dass man die Bücher lesen kann.
Jetzt - hilft
nur ein guter Trick,
Ein Geistesblitz und viel Geschick,
So sitzt er da, der Wurm, und denkt,
Wie er den Buchberg hier versenkt.
Endlich fällt
es Charly ein,
Das Leben kann so einfach sein,
Er klettert auf den Buchberg rauf,
Liest jedes Buch und frisst es auf.
©
29.06.2007 gerryG
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